Seit Jahrtausenden verwendet der Mensch Stein. Am Anfang standen noch „nur“ Werkzeuge, heute geht es um viel mehr. Häuser, Straßen, Brücken, Treppen, Lampen … – die Liste kennt kein Ende. Die Menschheit verübt ein systematisches Massaker am Gestein, doch wer von uns erhebt Einspruch? Die längste Zeit unserer Geschichte niemand. Die Steine versuchen sich zu wehren, doch niemand nimmt sie wahr. Bis 1823 fünf Menschen aufstehen. Erfahren Sie mehr über die Anfänge von Shepherds Of Stone.


1815, 1816

Nach jahrzehntelangen Vorbereitungen führte eine Gesteinsgemeinschaft einen der wohl größten Anschläge auf die Menschheit in der Geschichte durch. Nach mehreren nicht beachteten Warnungen in den Jahren zuvor hatte sie sich entschlossen, durch den Vulkan Tambora auf dem Gebiet des heutigen Indonesien auszubrechen. Diese Aktion forderte direkt rund 10.000 Menschenleben, die Folgen in Gestalt von Flutwellen und anderen Naturkatastrophen, Hungersnöten und Krankheiten weitere 100.000. Speziell in Nordamerika und Europa führte die mit dem Ausbruch einhergehende Aschewolke im Jahr 1816 zu ganzjährig niedrigen, teils frostigen Temperaturen. Leider wurde dieser Anschlag trotz der  verheerenden Wirkung nahezu flächendeckend nicht als solcher erkannt, sodass die Steine keine besseren Bedingungen erwarten konnten.

1817

Noch ganz unter dem Einfluss der Erfahrungen in diesem Jahr ohne Sommer reifte in den Gedanken einiger der wenigen Gelehrten, die damals ein tieferes Verständnis für die Vorgänge im Gesteinswesen besaßen, die Erkenntnis, dass zur Vermeidung einer erneuten ähnlichen Katastrophe ein ständiger Rat vermittelnd zwischen Stein und Mensch wirken sollte.

1823

Nach umfangreicher Korrespondenz und persönlichen Gesprächen mit internationalen Diplomaten kamen trotz widriger politischer Verhältnisse schließlich die Herren Andreas Ferdinand Burg aus Württemberg, Fritzgerald Miller aus den USA, José Tartan aus Spanien sowie Alexandre Simone und Gérard-Arthur Richard aus Frankreich in der ehemaligen süddeutschen Klosterhöhle Le-Nar zusammen und beschlossen am 24. November gemeinsam die Gründung der Confrérie Pour Les Pierres (zu deutsch etwa Bruderschaft für die Steine) als Verfechter der Rechte der Steine.

1826

Bereits drei Jahre später hatte die Organisation die 50.000-Mitglieder-Marke erreicht. Im Mai fand die erste große Aktion statt: Auf der ganzen Welt wurden steinverarbeitende Betriebe aufgefordert, ihre Werkstätten zu schließen.

1833

Zum zehnjährigen Jubiläum konnten in einer großangelegten medienwirksamen Aktion dank unzähliger Spenden und den Einnahmen aus mehreren Lotterien insgesamt 63 Steinbrüche in 24 Nationen durch die Confrérie Pour Les Pierres aufgekauft und anschließend stillgelegt werden.

1851

Nach nicht einmal 28 Jahren kam das Projekt aber schon zu einem vorläufigen Ende. Internationalen Aktivisten gelang es über mehrere Monate hinweg, weltweit verschiedene Bergbaubetriebe massiv durch die Vernebelung von Stollen zu behindern. Unter dem massiven Druck der geschädigten Unternehmen verboten viele Staaten die Organisation.

1853

Innerhalb der nächsten Monate löste sich die Bruderschaft daher weitestgehend auf, zum 30-jährigen Bestehen waren von den vormals bis zu 90.000 Mitgliedern lediglich rund 400 übrig.

1856

Da die verblieben Mitglieder mehrfach Morddrohungen bekamen, wurde im August beschlossen, die (alte) Confrérie Pour Les Pierres vollständig aufzulösen und als Geheimbund neuzugründen.

1856-1994

Über die Tätigkeiten der (neuen) Confrérie Pour Les Pierres ist kaum etwas bekannt. Ole Hensson hat angekündigt, in den nächsten Jahren Details bekanntzugeben.

1994

Nach Jahren der Unklarheit über das Fortbestehen der Organisation und vor dem Hintergrund der erkennbaren Erfolge internationaler Umwelt- und Friedensbewegungen hat die Confrérie Pour Les Pierres beschlossen, es sei an der Zeit, wieder offen zu seinen Inhalten zu stehen, auch um weniger abschreckend auf neuzugewinnende Mitglieder zu wirken und deren Zahl auf diese Weise kontinuierlich zu erhöhen, um eine weitere Verbreitung des Steinfreundlichen Gedankenguts zu ermöglichen. Am 3. März war es dann soweit: Unter dem neuen Namen Shepherds Of Stone (zu deutsch etwa Stein-Beschützer) begann eine neue Ära der Stein-Mensch-Beziehung.


Bildnachweis: U.S. Geological Survey (Titel)

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